INTERKOSTALNEURALGIE
 
Einleitung Krankheitsentstehung Klinisches Bild (Symptome)
Diagnostik und Differentialdiagnose Therapie Links
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Einleitung
Definition
Neuralgie eines oder mehrerer Zwischenrippennerven (Nn. intercostales) mit Hyper- oder Hypästhesie in den entsprechenden Interkostalräumen.
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Krankheitsentstehung
Ursachen
– Zoster (die Zosterneuralgie): auch als postherpetische Neuralgie bezeichnet, kann besonders bei älteren Patienten jahrelang nach der akuten Erkrankung persistieren
M. Bechterew
– Spondylitis
– Wirbeltumor oder -metastasen
– spinale, raumfordernde Prozesse (v.a. Wurzelneurinome)
– thorakaler Wurzelschmerz bei Diabetes mellitus
– selten thorakaler Bandscheibenvorfall
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Klinisches Bild (Symptome)
Symptome
– Unilaterale, gürtelförmig ausstrahlende Schmerzen im Thoraxbereich mit Verstärkung durch Atembewegungen, Husten und Pressen
– Segmentale Sensibilitätsstörungen und eingeschränkte Beweglichkeit der Wirbelsäule bei Wirbelprozessen und spinalen raumfordernden Prozessen
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Diagnostik und Differentialdiagnose
Die Diagnose "idiopathische" Interkostalneuralgie sollte sehr zurückhaltend gestellt werden. Es handelt sich dabei meist um radikuläre Schmerzen, deren Ursache es zu suchen gilt.

– Röntgen
– Sonograpie
– CT, MR
– Knochenszintigraphie

Differentialdiagnose

– Rippenfrakturen
– Pleuraerkrankungen
– Bronchialkarzinom
– penetrierendes Ulcus ventriculi
– Pankreasaffektionen etc.
– Sehr starke, von Haltung, Lage und Bewegung unabhängige Schmerzen radikulären Charakters am Rumpf oder auch an einer Extremität mit deutlichem Maximum nachts können Symptom einer Borreliose sein (Blutuntersuchung auf spez. IgM- und IgG-Antikörper!).
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Therapie
Symptomatische Therapie
(Ähnlich wie bei Rippenfraktur. Die Kombination verschieden wirkender Medikamente erhöht die Effizienz und die Verträglichkeit)
Metamizol
Paracetamol
– Schwaches Opioid z.B. Tramadol
– Starkes Opioid z.B. Piritramid (Merke: intensive Überwachung!)
NSAR z.B. Diclofenac oder Ibuprofen
– adjuvanter Magenschutz (z.B. Misoprostol, Omeprazol)

Kausale Behandlung
- Operative Beseitigung der Wurzelkompression
- Bei Diskusprolaps ohne neurologische Ausfälle Versuch einer konservativen medikomechanischen Therapie
- Symptomatisch operative Therapie: Elektroanalgesie, evtl. als Ultima ratio besonders bei Karzinomen auch perkutane Chordotomie
- Borreliose: Antibiotika; Therapiedauer 10–14 Tage

Neuralgiformer Dauerschmerz
TENS = transkutane elektrische Nerven-Stimulation mit stochastischen Reizströmen (Langzeitapplikation, vom Patienten tragbare Elektrotherapiegeräte)
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Links
AKH-consilium/Neuralgien

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Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
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