Synonyme
Thrombangitis obliterans, Winiwarter-Buerger-Syndrom, TAO
Es handelt sich um eine nicht-arteriosklerotische Entzündung mit obliterativen Befall der kleinen und mittelgroßkalibrigen Arterien und Venen. In der akuten Phase findet sich typischerweise eine Panvaskulitis mit Befall von Intima, Media und Adventitia sowie zellreichen Thromben mit Lymphozyten, Neutrophilen, Riesenzellen und charakteristischen Mikroabszessen.
siehe auch
Vaskulitissyndrome
Männer sind deutlich häufiger betroffen als Frauen. Auch scheint eine Assoziation mit HLA-A9, -B5 und -DR4 zu bestehen.
Es besteht eine starke Assoziation mit Nikotinabusus, welcher sowohl für die Auslösung als auch für die Unterhaltung der Krankheit entscheidend ist. Möglicherweise handelt es sich um eine allergische Reaktion auf Tabakbestandteile.
Des Weiteren besteht möglicherweise eine Assoziation mit HLA-A9, -B5 und -DR4.
Es findet sich eine schmerzhafte periphere Durchblutungsstörung der Füße oder Hände sowie eine Thrombophlebitis saltans et migrans (rezidivierende segmentale Entzündung nicht-variköser oberflächlicher Venen der unteren Extremitäten). Die anfangs distale Claudicatio intermittens steigt rasch nach proximal auf. Ruheschmerzen sind heftiger als bei der Arteriosklerose, und es kommt frühzeitig zur Bildung akraler Nekrosen.
Angiographisch finden sich charakteristischerweise multiple, bilaterale, fokale, segmentale Stenosen. Die proximalen Arterien sind unauffällig und ohne Arteriosklerosezeichen, während die infrapoplitealen und Digitalarterien multiple segmentale Stenosen und Verschlüsse sowie korkenzieherartige Kollateralen aufweisen.
Die einzige erfolgreiche Therapie ist die absolute Nikotinkarenz, wodurch das Amputationsrisiko von 42% (bei anhaltendem Nikotinabusus) auf 5% gesenkt werden kann.
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