ASS/ASCORBINSäURE/SACCHARIN
Index
Wirkmechanismus Handelsnamen Anwendungsarten
Indikationen Dosierung Kontraindikationen
Nebenwirkungen Interaktionen Vorsichtsmaßnahmen
Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung Strukturformel
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Strukturformel 
Ascorbinsäure
Saccharin
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Wirkmechanismus
Acetylsalicylsäure hat analgetische, antipyretische, antiphlogistische und thrombozytenaggregationshemmende Wirkung, da die Prostaglandinsynthese gehemmt wird.
Ascorbinsäure soll die natürlichen Abwehrkräfte steigern. Wegen der guten Verträglichkeit, der guten Löslichkeit und dem damit verbundenen raschen Wirkungseintritt wird die Kombination Acetylsalicylsäure und Ascorbinsäre auch bei Migräne empfohlen.
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Handelsnamen
Österreich Grippinon
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Anwendungsarten
nicht invasiv: oral (Brausetabletten)
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Indikationen
- Kopfschmerzen (Spannungskopfschmerzen, Migräne)
- Muskelskelettschmerzen
- Zahnschmerzen
- Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
- Erkältungen und grippale Infekte
- Fieber
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Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirk- oder Hilfsstoff
- hämorrhagische Diathese, Thrombozytopenie, Hämophilie
- Kinder unter einem Jahr
- schwere Leber- oder Nierenfunktionseinschränkung
- gastrointestinale Ulcera

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Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene
Kinder
Einzeldosis: 500 – 1000 mg
maximale Tagesdosis: 2000 mg
Kinder 3-6- Jahre: Einzeldosis: 250 mg
maximale Tagesdosis: 750 mg
Kinder 7-12 Jahre:
Einzeldosis: 500 mg
maximale Tagesdosis: 1000 – 1500 mg
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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art, Kopfschmerzen, Schwitzen
ZNS: Schwindel, Seh- und Hörstörungen, Unruhe, zentrale Hyperventilation, Verwirrtheit, zentrale Pyrexie, zentrale Hypothermie, Koma
Herz und Kreislauf: Hypotension, Tachykardie
Atmung: AIA (aspirin-induced-asthma), Dysfunktion bis hin zur Atemdepression
Magen-Darm-Trakt: Nausea, Emesis, Inappetenz, Völlegefühl, okkulte und nichtokkulte Blutungen, Sodbrennen retrosternale Schmerzen, Blähungen
Leber und Pancreas: akute, chronische, reversible und irreversible Störungen und Funktionseinschränkungen
Niere und Blase: akute, chronische, reversible und irreversible Störungen und Funktionseinschränkungen
Blut: Agranuzytose, aplastische Anämie bei Patienten mit Glucose-6-Phosphatdehydrogenasemangel, Thrombozytopenie
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Interaktionen
Azida: analget.Effekt nimmt zu renale Clearence nimmt ab
Antazida: analget. Effekt nimmt ab renale Clearence nimmt zu
Aldosteronantagonisten: diuret. Effekt nimmt ab Natriurese nimmt ab
Antidiabetika (orale): hypoglycäm. Eff. nimmt zu Proteinbindung bzw.
Elimination. nimmt ab
Antihypertensiva: antihypertensiver Effekt Natrium + Wasser-
nimmt ab Retention steigt
Antikoagulantien (orale): Thromboz.-Aggr. nimmt ab Thromboxansyn. nimmt ab
hypothrombinäm. Effekt steigt Proteinbindung nimmt ab
Corticosteroide: ulcerogener Effekt steigt additive Wirkung
Digoxin: Plasmaspiegel steigt
Diuretika: analget. Effekt nimmt ab Na+Wasser-Retent. steigt
diuret. Effekt nimmt ab renale Clearence steigt
antihypertensiver Effekt nimmt ab
K-sparende Diuretika: Hyperkaliämie K-Retention steigt
Lithium: Toxizität steigt renale Clearence nimmt ab
Plasmaspiegel steigt
Methotrexat: Toxizität steigt renale Clearence
Plasmaspiegel steigt nimmt ab
Phenytoin: Plasmaspiegel steigt Plasmaproteinbindung sinkt
Urikosurika: analget. Effekt nimmt zu renale Clearence sinkt
urikosur. Effekt nimmt ab renale Clearence nimmt zu
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Vorsichtsmaßnahmen
Nicht empfehlenswert als Antirheumatikum (4000-6000mg notwendig)
Keine Indikation als Monotherapie bei starken Schmerzen
Nicht mit anderen sauren NSAR kombinieren
Vorsicht ist geboten bei Asthma bronchiale, gastrointestinalen Beschwerden, Leber- oder Nierenfunktionsstörungen.
Bei Kindern und Jugendlichen mit Varicellen, sowie bei Verdacht auf Influenza-A- oder -B-Virusinfektionen ist besondere Vorsicht geboten.
Soll von Kindern im 2. und 3. Lebensjahr nur auf ärztliche Verschreibung eingenommen werden.
ASS sollte während der Schwangerschaft besonders im dritten Trimenon nur mit Vorsicht eingenommen werden.
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Pharmakokinetik
Acetylsalicylsäure wird überwiegend bereits im Magen resorbiert und vor allem in der Leber zu Salicylsäure enzymatisch hydrolisiert.
Die Wirkung von ASS tritt nach ca. 20 Minuten ein und hält 3-4 Stunden an.
maximale Plasmakonzentration nach 0,25-1h
Proteinbindung: 50-70%
Die Halbwertszeit von ASS beträgt etwa 15 Minuten, die der Salicylsäure 2-3 Stunden.
Die Ausscheidung erfolgt vorwiegend über die Niere.

Ascorbinsäure:
wird vor allem in den oberen Abschnitten des Dünndarmes resorbiert
sie wird im Urin und zur Hälfte als Oxalat ausgeschieden
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Allgemeine Beurteilung
Verwendbar bei akuten, kurz dauernden Schmerzzuständen.
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