AMITRIPTYLIN
Index
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code Wirkmechanismus Handelsnamen
Anwendungsarten Indikationen Dosierung
Kontraindikationen Nebenwirkungen Interaktionen
Vorsichtsmaßnahmen Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung
Strukturformel    
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Strukturformel 
Amitriptylin
 
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Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code
– ATC-Code: N06AA Antidepressiva / Nichtselektive Monoamin-Wiederaufnahme-Hemmer
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Wirkmechanismus
Amitriptylin hat noradrenerge, serotoninerge, anticholinerge und histaminhemmende Wirkung. Es wirkt stimmungsaufhellend, angst- und spannungslösend, sedierend und schlaffördernd.
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Handelsnamen
Österreich Limbitrol, Saroten, Tryptizol
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Anwendungsarten
nicht invasiv: oral (Kapseln, Filmtabletten)
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Indikationen
- Depression
- Niedergeschlagenheit
- Angst
- Spannung
- Unruhe
- Schmerzen
- Schlafstörungen
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Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff
- akute Intoxikation mit zentraldämpfenden Medikamenten (Barbiturate, Opiate, Alkohol)
- akutes Delirium
- Kombination mit MAO-Hemmern
- kurz nach Herzinfarkt
- erstes Drittel einer Schwangerschaft

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Dosierung
Standarddosierung
je nach Art und Schwere der Erkrankung, Alter und Zustand des Patienten
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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art
ZNS: Schwindel, Akkomodationsstörungen, Tremor, Hyperhidrosis, Konfusion
Herz und Kreislauf: orthostatische Hypertension, Reizleitungsstörungen, EKG-Veränderungen
Magen-Darm-Trakt: Mundtrockenheit, Obstipation
Nieren und Blase: Miktionsbeschwerden, Harnverhalten
Endokrinum: Galaktorrhoe, Libidoveränderung
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Interaktionen
Guanethidin, Bethanidin, Debrisoquin: antihypertensiver Effekt wird abgeschwächt
Katecholamine: sympathomimetische Wirkung nimmt zu
Ephedrin: Ephedrinwirkung nimmt ab
Anticholinergika: anticholinerge Wirkungsverstärkung
Antihistaminika: Antihistaminwirkung wird verstärkt
MAO-Hemmer: hyperpyretische, hypertensive Krisen, Konvulsionen
Barbiturate: antidepressive Wirkung nimmt ab
L-Dopa: L-Dopawirkung wird reduziert und Risiko für kardiale Nebenwirkungen steigt
Zentral dämpfende Pharmaka: gegenseitige Wirkungsverstärkung
Clonazepam: Clonazepamwirkung wird verstärkt
Alkohol: Wirkungsverstärkung
Cimetidin, Methylphenidat: Plasmaspiegel von trizykl. Antidepressiva steigt
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Vorsichtsmaßnahmen
Bei unbehandeltem Engwinkelglaukom, Prostataadenom mit Restharnbildung, vorgeschädigtem Herzen oder schwerem Leberschaden ist besondere Vorsicht geboten.
In der Schwangerschaft und in der Stillperiode sollte Amitriptylin nur unter strenger Indikation angewendet werden.

Bei Dauertherapie sollten regelmäßige Blutbild- und Leberefunktionskontrollen durchgeführt werden.
Bei gestörter Leber- oder Nierenfunktion sollte die Dosis angepasst werden.
Besondere Vorsicht bei Verdacht auf Herzinsuffizienz und Reizleitungsstörungen
Vorsicht bei Kindern unter 12 Jahren, Pat. mit Epilepsie, Schilddrüsenüberfunktion, Neigung zu Krämpfen oder prädeliranten Zustandsbildern
Bei Nebelsehen oder Augenschmerzen sofort augenärztliche Kontrolle (Glaukom)
Gleichzeitige Elektroheilkrampftherapie nur unter strenger Indikation
Vorsicht bei Suizidtendenz
Das Reaktionsvermögen wird beeinflusst.
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Pharmakokinetik
Amitriptylin wird rasch resorbiert und in der Leber zu Nortriptylin metabolisiert
Bioverfügbarkeit: 40%
Proteinbindung: 95%
therapeutische Plasmakonzentration: 100-250 ng/ml
Plasmahalbwertszeit: 12-24 h
Die Ausscheidung erfolgt über die Niere
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Allgemeine Beurteilung
Amitriptylin ist das klassische Antidepressivum mit ebenso klassischen Nebenwirkungen.
Geprüft bei neuropathischen Schmerzen
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