CLODRONSäURE
Index
Wirkmechanismus Handelsnamen Anwendungsarten
Indikationen Dosierung Kontraindikationen
Nebenwirkungen Interaktionen Vorsichtsmaßnahmen
Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung Strukturformel
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Strukturformel 
Clodronsäure
 
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Wirkmechanismus
Clodronsäure hemmt osteolytische Prozesse und die durch Osteolyse bedingte Hyperkalzämie. Es vermindert die Kalziumphosphatauflösung und die Osteoklastenaktivität. Es hat keinen Einfluß auf die normale Mineralisierung des Knochens.
Dadurch kommt es zu einer Verminderung des Knochenabbaus und zu einer Senkung der Serumkalziumkonzentration.
Bei Tumorpatienten verringert Clodronsäure die metastatische Knochenzerstörung und wirkt somit auch schmerzlindernd.
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Handelsnamen
Österreich Bonefos, Lodronat
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Anwendungsarten
nicht invasiv: oral (Filmtabletten)
invasiv: Konzentrat zur Infusionsbereitung
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Indikationen
- Prophylaxe und Therapie der Osteoporose
- osteolytische Knochenmetastasen
- Plasmozytom
- paraneoplastische Hyerkalzämie (Filmtabletten nach Infusionstherapie)
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Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirk- oder Hilfsstoff
- akute Entzündungen und Blutungen des Gastrointestinaltraktes
- Niereninsuffizienz (Serumcreatinin: >5mg/dl)
- Schwangerschaft und Stillperiode

über die Anwendung bei Kindern liegen keine Erfahrungen vor

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Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene
Filmtabletten:
Einzeldosis = Tagesdosis: 1600 mg täglich
eventuell (bei Plasmozytom) 3200 mg täglich

eine Stunde vor und nach Einnahme (mit Wasser) keine Nahrungsaufnahme

Bei magenempfindlichen Patienten kann die Dosis auf zwei Einzelgaben aufgeteilt werden.

Behandlungsdauer: 6 Monate (gegebenenfalls auch länger)

Ampullen:
Einzeldosis = Tagesdosis: eine Ampulle in 500 ml physiolog. NaCl-Lsg. i.v. langsamst (mind. 2h)

Behandlungsdauer: maximal 10 Tage, dann auf orales Präparat umsteigen
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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art, in hoher Dosierung abnorme Petrosierungen,
ZNS: Nausea,
Atmung: Bronchokonstriktion bei ASS-sensitivem Asthma
Magen-Darm-Trakt: Emesis, Dyspepsie, Diarrhoe
Nieren und Blase: Nierenversagen bei zu schneller Infusion, nach i.v.-Injektion: passagere Proteinurie
Blut: AP, Transaminasen und LDH Anstieg, Hypocalcämie (gut durch exogene Ca-Gabe zu beherrschen), Leukämie
Haut: Hautausschläge
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Interaktionen
Nahrungsmittel mit hohem Kalziumgehalt (Milchprodukte) und Arzneimitteln mit hohem Kalzium-, Eisen- oder Magnesiumgehalt (Antazida) konkurrieren mit Clodronsäure um die Resorption.

Aminoglycoside: Kalziumspiegel sinkt
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Vorsichtsmaßnahmen
Bisphosphonate müssen langsam (über mind. 2h) infundiert werden (Nierenversagen)
Nicht bei frischen Frakturen und Oesophagusstrikturen anwenden
Bei eingeschränkter Nierenfunktion (Crea-Clearence von 10-30 ml/min) ist die Dosis zu halbieren.
Bei Hypokalzämie ist die Dosis zu reduzieren.
Regelmäßig Serumcalciumspiegel, Serumphosphat und Blutbild kontrollieren.
Bei Patienten mit Plasmozytom oder eingeschränkter Nierenfunktion Creatininspiegel kontrollieren.
Auf eine ausreichende Kalziumzufuhr ist zu achten (eventuell Kalzium- oder Vitamin D-Komedikation)
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Pharmakokinetik
Die orale Bioverfügbarkeit ist stark von der Nahrungsaufnahme abhängig. V.a. in
Kombination mit Milchprodukten (Kalzium)
Nur 1-4% der oral verabreichten Dosis wird resorbiert davon werden in den ersten 48h bis zu 80% unverändert renal ausgeschieden, der Rest verbleibt im Knochengewebe und je nach Umbaurate wieder freigesetzt.
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Allgemeine Beurteilung
Standarttherapie bei Schmerzen mit Knochenabbau
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