DICLOFENAC TOPISCH
Index
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code Wirkmechanismus Handelsnamen
Anwendungsarten Indikationen Dosierung
Kontraindikationen Nebenwirkungen Interaktionen
Vorsichtsmaßnahmen Pharmakokinetik Strukturformel
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Strukturformel 
Diclofenac
 
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Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code
– ATC-Code: M02AA Topische Mittel gegen Gelenk- und Muskelschmerzen/Nichtsteroidale Antiphlogistika zur topischen Anwendung
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Wirkmechanismus
Diclofenac wirkt analgetisch und antiphlogistisch durch eine Hemmung der Cyclooxygenase I + II und der Lipooxygenase.
Die Augentropfen hemmen die Miosis und vermindern Entzündungserscheinungen. Mit antibiotischem Zusatz haben sie antimikrobielle Wirkung.
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Handelsnamen
Österreich Agilomed, Algefit, Deflamat Gel, Deflamm, Diclobene, Diclofenac, Diclostad, Diclosyl, Fenaren, Flector, Voltamicin, Voltaren Emulgel
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Anwendungsarten
- Augentropfen (mit und ohne antibiotischen Zusatz)
- Gel
- Pflaster
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Indikationen
Augentropfen:
ohne AB-Zusatz:Hemmung der intraoperativen Miosis, prae- und postoperativ bei zystischem Makulaödem, bei Starlinsen und intraokulärer Linsenimplantation, nicht-infektiöse Entzündungen des vorderen Augenabschnittes, Entzündungen nach Traumen
mit AB-Zusatz:bei postoperativen inflammatorischen Zuständen des vorderen Augenabschnittes, wenn das Risiko einer bakteriellen Infektion besteht.

Gel: lokalisierte Formen von Weichteilrheumatismus Schmerzen und Entzündungen bei Arthrosen posttraumatische Schmerzzustände zur Linderung lokaler Beschwerden bei Thrombophlebitis

Pflaster: stumpfe Verletzungen, Muskelverspannungen
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Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegenüber einem Bestandteil des Präparates
- bei Personen, die nach Exposition mit ASS oder einem anderen PG-Synthesehemmer bereits mit einem Asthmaanfall, Urtikaria oder mit akuter Rhinitis reagiert haben.

Augentropfen: außer bei zwingenden Gründen nicht in der Schwangerschaft und in der Stillperiode anwenden

Gel: bei Schwangeren und stillenden Frauen nur zurückhaltend

Pflaster: Kinder unter 14 Jahren, Schwangerschaft und Stillperiode

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Dosierung
Standarddosierung
Augentropfen: ohne AB-Zusatz: 4-5 mal 1 Tropfen täglich je nach Schweregrad der Erkrankung
mit AB-Zusatz: 4 mal ein Tropfen täglich in den Bindehautsack
für bis zu zwei Wochen

Gel: die betroffene Stelle 3-4 mal täglich mit 2-4 g (kirsch-walnußgroß) einreiben

Pflaster: 2 mal täglich 1 Pflaster auf die zu behandelnde Stelle auflegen und gut andrücken
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Nebenwirkungen
Augentropfen: konjunktivale Hyperämie, punktförmige Verfärbungen des Korneaepithels, Brennen, Sehstörungen

Gel: lokal: Kontaktdermatitis
bei langandauernder, großflächiger Anwendung sind auch systemische Nebenwirkungen nicht auszuschließen

Pflaster: allergische Reaktionen (Juckreiz, Rötung, Brennen, etc.) sind möglich
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Interaktionen
Augentropfen: bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen Augentherapeutika zwischen den Applikationen 5 min warten

Gel: bei dosisgerechter Anwendung sind keine Interaktionen zu erwarten

Pflaster: Interaktionen mit anderen Arzneimitteln sind nicht zu erwarten
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Vorsichtsmaßnahmen
Augentropfen: Kontaktlinsen erst 5 min nach dem Eintropfen wieder einsetzen
bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen Augentherapeutika zwischen den Applikationen 5 min warten

Gel: nicht auf offene Hautwunden auftragen, Augen und Schleimhäute sollten nicht in Kontakt kommen
zur äußerlichen Anwendung bei Schwangeren und stillenden Frauen nur zurückhaltend einzusetzen

Pflaster: nicht auf Hautwunden auftragen, Augen und Schleimhäute sollten nicht mit dem Präparat in Berührung kommen
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Pharmakokinetik
Gel: Resorption je nach Dauer und der Ausmaß der Anwendung
Proteinbindung: 99,7%
terminale Halbwertszeit 1-2 h
Ausscheidung: 60% renal; 40% biliär

Pflaster: Nach lokaler Applikation wird Diclofenac –Epolamin durch die Haut resorbiert und erreicht im entzündeten Gewebe therapeutische Konzentrationen. Im Plasma sind nur geringe Mengen nachweisbar, weshalb mit Arzneimittelinteraktionen eigentlich nicht zu rechnen ist.
Die Freisetzung des Wirkstoffes aus dem Pflaster erfolgt konstant, während die Freisetzung aus dem Gel initial schneller ist und mit der Zeit abfällt.
Die maximale Plasmakonzentration liegt zwischen 2 und 12 h
Ausscheidung erfolgt zu 2/3 renal und zu 1/3 biliär.
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