DIHYDROERGOTAMIN
Index
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code Wirkmechanismus Handelsnamen
Anwendungsarten Indikationen Dosierung
Kontraindikationen Nebenwirkungen Interaktionen
Vorsichtsmaßnahmen Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung
Strukturformel    
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Strukturformel 
Dihydroergotamin
 
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Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code
– ATC-Code: Migränemittel / N02CA Mutterkorn-Alkaloide
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Wirkmechanismus
Dihydroergotamin (DHE) ist ein partieller -Rezeptorenantagonist und ein schwacher partieller Agonist mit -rezeptorenblockierender Wirkung.
DHE hat einen starken tonisierenden Effekt auf die venösen Kapazitätsgefäße und verhindert dadurch ein «Versacken» größerer Blutmengen vor allem in den Beinvenen. Es verbessert den venösen Rückstrom zum Herzen.
DHE bewirkt als Migräneprophylaktikum eine Reduktion der Häufigkeit und Intensität der Migräneanfälle.
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Handelsnamen
Österreich Detemes, Dihydergot, Ergont, Ergovasan, Migranal, Migril (Komb.Präp.), Tonopan (Komb.Präp.)
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Anwendungsarten
nicht invasiv: oral (Kapseln, Tabletten, Tropfen)
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Indikationen
- Migräneprophylaxe (Intervalltherapie)
- Anfallsbehandlung leichter Migräneformen als Adjuvans zur Analgetikatherapie
- vaskulär und posttraumatisch bedingte Kopfschmerzen
- essentielle Hypotonie
- pharmakainduzierte Hypotonie (z.B. durch Neuroleptika, Antidepressiva, Tranquilizer)
- orthostatische Kreislaufregulationsstörungen
- Schwangerschaftshypotonie ab dem 5. Monat zur Vermeidung von Aborten, Früh- und Fehlgeburten
- unterstützende Therapie bei chronisch venöser Insuffizienz und varikösen Erkrankungen
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Kontraindikationen
- bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff- oder Wirkstoffgruppe
- Überempfindlichkeit gegenüber Hilfsstoffen
- Hypertonie
- Herzinsuffizienz
- periphere arterielle Gefäßerkrankungen
- Morbus Raynaud
- Koronargefäßerkrankungen
- schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen
- Sepsis
- Schilddrüsenüberfunktion
- Zustände, die eine vasospastische Reaktion begünstigen
- in den ersten 4 Schwangerschaftmonaten und während der Stillzeit

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Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene und Kinder über 12 Jahren:
Einzeldosis: siehe Herstellerangaben
maximale Tagesdosis: 10 mg
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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art, Nausea, Kopfschmerzen
ZNS und Sinnesorgane: Erregungszustände, Verwirrtheit, Konzentrationsstörungen, Benommenheit, Sehstörungen, Schwindel
Herz und Kreislauf: Bradykardie, Tachykardie, Hypertonie, Durchblutungsstörungen in Fingern und Zehen (Akrozyanose)
Magen-Darm-Trakt: Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe, Appetitsteigerung
Haut: Pruritus, lokalisierte Ödeme
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Interaktionen
Dopamin Wirkung von Dihydroergotamin wird verstärkt
Antibiotika der Makrolid- und Tetracyclingruppe
(Tetracyclin, Doxycyclin
Erythromycin, Troleandomycin): Nebenwirkungen von Dihydroergotamin treten verstärkt auf
Nitropräparate: Wirkung von Dihydroergotamin wird verstärkt
Alkohol: Wirkung von Dihydroergotamin wird verstärkt
Coffein: Wirkung von Dihydroergotamin wird verstärkt
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Vorsichtsmaßnahmen
Ab dem 5. Schwangerschaftsmonat darf eine Tagesdosis von 5mg nicht überschritten werden.
Falls es zu Symptomen einer peripheren Ischämie (Parästhesien, Taubheitsgefühl) kommt, ist das Präparat sofort abzusetzen.
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Pharmakokinetik
Dihydroergotamin:
es wird rasch resorbiert
maximale Plasmakonzentration erfolgt nach ca. 1h
Bioverfügbarkeit beträgt 6-8%
die Elimination erfolgt zu 97% biliär
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Allgemeine Beurteilung
Migränemittel zweiter Wahl.
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