DINATRIUMETIDRONAT
Index
Wirkmechanismus Handelsnamen Anwendungsarten
Indikationen Dosierung Kontraindikationen
Nebenwirkungen Interaktionen Vorsichtsmaßnahmen
Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung  
goto top of page
Wirkmechanismus
Dinatriumetidronat greift direkt in den Knochenstoffwechsel ein.
Es bindet direkt an die Oberfläche von Hydroxylapatitkristallen und hemmt die Kalziumphosphatauflösung und die Osteoklastenaktivität. Dadurch kommt es zu einer Verminderung des Knochenabbaus und zu einer Senkung der Serumkalziumkonzentration.
goto top of page
Handelsnamen
Österreich Didronel
goto top of page
Anwendungsarten
nicht invasiv: oral (Tabletten)
goto top of page
Indikationen
- Ostitis deformans (M. Paget des Skeletts)
- osteolytisch bedingte Knochenschmerzen

Verhinderung heterotoper Ossifikationen bei:
- Myositis ossificans
- versteifenden Wirbelsäulenerkrankungen mit Kalkeinlagerungen an der Hüfte
- schweren Hüftgelenkstraumen nach Unfällen
- Hüftgelenksersatz bei bestehenden Ossifikationen
goto top of page
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirk- oder Hilfsstoff
- schwere Nierenfunktionseinschränkung
- bei schweren akuten Entzündungen des Gastrointestinaltraktes
- klinisch manifeste Osteomalazie
- ausgedehnte osteolytische Herde bei M. Paget
- Schwangerschaft und Stillperiode
- Kinder und Jugendliche

goto top of page
Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene
M. Paget des Skeletts:
Einzeldosis = Tagesdosis: 5 mg/kg/KG
bis zu max.: 20mg/kg/KG
Therapiedauer: 6 Monate; wenn die Tagesdosis > 5 mg/kg/KG max. 3 Monate
Bei Wiederholung der Therapie soll eine Pause von mind. 3 Monaten eingehalten werden.

Verhinderung heterotop. Ossifikationen:
Je nachdem, ob ein operativer Eingriff geplant ist oder ob ein Trauma vorliegt.

künstl. Hüftgelenksersatz:
Einzeldosis = Tagesdosis: 20 mg/kg/KG
4 Wochen vor bis 3 Monate nach der Operation.

bei traumatischem Geschehen:
Einzeldosis = Tagesdosis: erst 20 mg/kg/KG über 2 Wochen
dann 10 mg/kg/KG über 10 Wochen

Zwei Stunden vor und nach Einnahme (mit Wasser) keine Nahrung oder andere Medikamente einnehmen.
Bei magenempfindlichen Patienten kann die Dosis auf mehrere Einzelgaben aufgeteilt werden.
goto top of page
Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art, in hoher Dosierung abnorme Petrosierungen, Muskel- und Wadenkrämpfe, Arthralgien, Kopfschmerzen
ZNS: Nausea, Amnesie, Konfusionen, Depressionen, Halluzinationen, Parästhesien
Atmung: Exazerbation von Asthma
Magen-Darm-Trakt: Emesis, Dyspepsie, Diarrhoe, Flatulenz, Glossitis, peptische Ulcera
Nieren und Blase: Hydroxyprolinausscheidung nimmt ab
Blut: Hypokalzämie (gut durch exogene Ca-Gabe zu beherrschen), Phosphatspiegelanstieg, alkal. Phosphatase nimmt ab, Agranulozytose, Leukopenie, Panzytopenie
Haut: Hautausschläge
goto top of page
Interaktionen
Nahrungsmittel mit hohem Kalziumgehalt (Milchprodukte) und Arzneimitteln mit hohem Kalzium-, Eisen- oder Magnesiumgehalt (Antazida) konkurrieren mit Clodronsäure um die Resorption.
Warfarin: Prothrombinzeitverlängerung
goto top of page
Vorsichtsmaßnahmen
Nicht bei frischen Frakturen und Oesophagusstrikturen anwenden.
Kommt es während der Behandlung zu einer Fraktur, ist die Behandlung zu unterbrechen, bis die Fraktur ausgeheilt ist.
Auf eine ausreichende Kalziumzufuhr ist zu achten (eventuell Kalzium- oder Vitamin D-Komedikation)
Bei Hypokalzämie ist die Dosis zu reduzieren.
Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder Neigung zu Nierensteinen ist die Nierenfunktion und der Kalziumspiegel imUrin zu kontrollieren.
Regelmäßig Serumcalciumspiegel, Serumphosphat, alkalische Phosphatase und Blutbild kontrollieren.
Bei Patienten mit Plasmozytom müssen die Hydroxyprolinausscheidung sowie die Serumspiegel der alkalischen Phosphatase fortgesetzt überwacht werden.
goto top of page
Pharmakokinetik
Nach oraler Applikation werden ca. 4% resorbiert, davon werden etwa 50% mit einer Halbwertszeit von 2-6h unverändert renal ausgeschieden. Die restlichen 50% werden ans Knochengewebe gebunden und erst mit einer wesentlich längeren Halbwertszeit (bis zu Monaten) ausgeschieden.
goto top of page
Allgemeine Beurteilung
Standarttherapie bei Schmerzen mit Knochenabbau
goto top of page
© CEDIP Franz Resatz GmbH

Webmaster:T-SIGN STUDIOS VIENNA