– ATC-Code: N02CX Migränemittel / Andere Migränemittel
Der Kalziumantagonist Flunarizin verhindert an glatten Gefäßmuskelzellen und Erythrozyten einen überschießenden Kalziuminflux unter Hypoxiebedingungen. Es hat einen antivasokonstriktorischen Effekt und bewirkt eine erhöhte Verformbarkeit der Erythrozyten. Flunarizin weist auch antikonvulsive Eigenschaften auf. Die Erregbarkeit des Gleichgewichtsorgans wird herabgesetzt.
nicht invasiv: oral (Tabletten, Kapseln)
- Migräneprophylaxe bei Patienten mit häufigen und schweren Attacken
- bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff- oder Wirkstoffgruppe
- Depressionen
- bestehende bzw. anamnestisch bekannte extrapyramidale Symptome oder M. Parkinson
- Stillzeit
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art, Gewichtszunahme, Appetitzunahme, Muskelschmerzen
ZNS: Müdigkeit, Depressionen, Angstgefühl, Bradykinesie, Rigidität, Akathisie, orofaziale Dyskinesien, Tremor
Magen-Darm-Trakt: Sodbrennen, Übelkeit, Magenschmerzen, Mundtrockenheit
Haut: Hautreaktionen, Galaktorrhoe
Alkohol: starke Sedierung kann auftreten
Hypnotika: starke Sedierung kann auftreten
Tranquillizer: starke Sedierung kann auftreten
Bei älteren Patienten können unter Flunarizin extrapyramidale und depressive Symptome auftreten, sowie ein latenter M. Parkinson zum Vorschein kommen.
Nach 6 Monaten sollte die Therapie unterbrochen, und erst bei Rückfall wieder aufgenommen werden.
Besonders am Anfang der Behandlung und im Zusammenwirken mit Alkohol kann das Reaktionsvermögen herabgesetzt werden.
keine Erfahrung bei Kindern
vorsichtige Dosierung bei Schwangeren
Bewährte Intervalltherapie bei Patienten mit häufigen und schweren Migräneattacken.