ATC-Code: N01BB Lokalanästhetika / Amide
Lokalanästhetika blockieren die Natriumkanäle und verhindern so Bildung und Fortleitung von Aktionspotentialen.
Lidocain zählt zu den mittellang wirksamen Lokalanästhetika, der Wirkungseintritt liegt zwischen 30 Sekunden und zehn Minuten (abhängig von Dosis, Anwendungsart und Beschaffenheit des Gewebes); die Wirkungsdauer ist wesentlich länger als die von Procain.
Epinephrin (=Adrenalin) und Norepinephrin (=Noradrenalin) bedingen eine Vasokonstriktion und sorgen so einerseits für eine längere Wirkdauer von Lidocain und andererseits für verminderte Blutung im Operationsgebiet.
- Infiltrations-und Leitungsanästhesie in der Zahnheilkunde
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff
- Sulfitüberempfindlichkeit
- Parazervikalblockade in der Geburtshilfe
- hochgradige Form der Bradykardie, AV-Block ab II° und andere Überleitungsstörungen
- manifeste Herzinsuffizienz
- schwere Hypotonie
- LA im Bereich der Akren
- frischer Mycardinfarkt
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art
ZNS und Sinnesorgane: Kopf- und Rückenschmerzen, Schwindel, Benommenheit, Kollaps, Brechreiz, Übelkeit, Unruhe, Zittern, Angst, Verwirrtheit, Sehstörungen, Tinnitus, Krampfanfälle, zentrale Atemlähmung, Koma
Herz und Kreislauf: AV-Überleitungsstörungen, Bradykardie, Herzstillstand, Tachykardie, Tachyarrhythmien, Hypertension
Antiarrhythmika, beta-Blocker und Kalziumantagonisten: additiv hemmende Wirkung auf AV-Überleitung, Reizausbreitung und Kontraktionskraft
Cimetidin: Lidocainabbau wird verzögert
trizykl. Antidepressiva und MAO-Hemmer: Epinephrinwirkung wird verstärkt
Um versehentliche intravasale Injektion zu vermeiden, unter Aspiration injizieren.
nicht in stark entzündetes Gewebe injizieren (Resorption steigt)
nicht in akralen Bereichen anwenden