MELOXICAM
Index
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code Wirkmechanismus Handelsnamen
Anwendungsarten Indikationen Dosierung
Kontraindikationen Nebenwirkungen Interaktionen
Vorsichtsmaßnahmen Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung
Strukturformel    
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Strukturformel 
Meloxicam
 
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Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code
– ATC-Code: M01AC Nichtsteroidale Antiphlogistika und Antirheumatika / Oxicame
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Wirkmechanismus
Meloxicam hat eine starke antiinflammatorische, antipyretische, analgetische und anti-exsudative Wirkung. Die antinozizeptive Wirkung erfolgt sowohl auf peripherer als auch auf spinaler Ebene. Es besitzt eine relativ höhere Affinität zur COX II als andere NSAR. Dies bewirkt ein geringeres Nebenwirkungspotential in Bezug auf Magenschleimhaut, Nierenfunktion und Thrombozytenaggregation.
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Handelsnamen
Österreich Mobec, Mobic, Mobicox, Movalis
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Anwendungsarten
nicht invasiv: oral (Tabletten)
Suppositorien
invasiv: Trockensubstanz zur Injektion (i.m., i.v.)
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Indikationen
- symptomatische Kurzzeitbehandlung akuter Schübe bei Osteoarthrosen
- symptomatische Langzeitbehandlung der rheumatischen Arthritis
- symptomatische Behandlung der Spondylitis ancylosans
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Kontraindikationen

absolut - bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff- oder Wirkstoffgruppe
- Überempfindlichkeit gegenüber Hilfsstoffen
- akute perioperative Schmerzzustände, Asthma Bronchiale, floride Magenulzerationen, unkontrollierte Hypertension, bestehende beträchtliche Nierenschädigung, bestehende Koagulopathie, gastrointestinale Blutungen, ZNS-Blutungen, andere Blutungsstörungen, bestehende starke Leberschädigung,
- Schwangerschaft und Stillzeit
- Kinder unter 15 Jahren
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relativ Pat. mit allerg oder system Erkrankungen,
Pat. mit Autoimmunerkrankungen,
Pat. mit Ulkusanamnese,
Pat. mit bestehender ZNS-Dysfunktion,
Pat. mit KHK

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Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene
aktivierte Arthrose: 7,5mg/Tag als Einzeldosis (bei Bedarf Erhöhung auf die maximale Tagesdosis von 15 mg)
rheumatoide Arthritis: 15 mg/Tag (Ältere und Risikopatienten 7,5 mg/Tag)
Spondylitis ancylosans: 15 mg/Tag
Siehe auch Fachinformation: Austria-Codex, VIDAL
 
Dosierung bei schwerer Nierenfunktionsstörung
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion: Dosisanpassung
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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art
ZNS: Benommenheit, Kopfschmerzen,. Schwindel, Tinnitus, Schläfrigkeit
Herz und Kreislauf: Ödeme, Herzklopfen, Flush
Atmung: AIA (aspirin-induced-asthma) möglich
Magen-Darm-Trakt: grundsätzlich wie alle anderen sauren NSAR Bauchschmerzen, Diarrhoe, Übelkeit, Erbrechen, Dyspepsie, Flatulenz, Obstipation, Stomatitis und Ösophagitis aber im Vergleich zu Diclofenac oder Piroxicam in deutlich niedrigerer Inzidenz.
Leber und Pancreas: passagere Leberfunktionstörung
Niere und Blase: interstitielle und Glomerulonephritis, Papillennekrosen oder nephrotisches Syndrom, Natrium-, Kalium- und/oder Wasserretention
Haut: Pruritius, Exanthem Urtikaria, Photosensibilität
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Interaktionen
myelotoxische Wirkstoffe (z.B.: Methotrexat): Zytopenieinzidenz↑
Ticlopidin: Blutungsrisiko↑
orale Antikonzeptiva: kontrazeptive Wirkung↓
Ciclosporin: Nephrotoxizität↑
Lithium: Lithiumplasmaspiegel↑
Bei Kombination mit Diuretika ist auf eine ausreichende Hydrierung zu achten
Pentoxifyllin: Blutungsrisiko↑
Antihypertonika: hypotensive Wirkung↓
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Vorsichtsmaßnahmen
Trotz der etwas selektiveren COX II- Hemmung als die üblichen sauren NSAR, ist vor Beginn einer Thrapie zu klären, ob mögliche Fälle von peptischen Ulcera, Ösophagitis und Stomatitis in der Anamnese sicher ausgeheilt sind. Patienten mit Störungen im Verdauungstrakt sind zu überwachen ( gastrointestinale Blutungen sind selten, aber möglich).
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Pharmakokinetik
Absorption: Maximale Plasmakonzentration nach 2-6h
Verteilung: In der Synovialflüssigkeit: ca. 50% der Serumkonzentration
Halbwertszeit: terminale β-Halbwertszeit: etwa 20h
Ausscheidung: Die Ausscheidung erfolgt jeweils zur Hälfte über die Faeces und die Niere
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Allgemeine Beurteilung
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