Mirtazapin hat 2- und 5-HT-rezeptorblockierende Eigenschaften, wodurch seine antidepressive Wirkung zustande kommt. Weiters wirkt Mirtazapin sedierend durch Blockade der H1-Rezeptoren.
Es zeigt praktisch keinen anticholinergen Effekt.
nicht invasiv: oral (Lösung, Tabletten)
invasiv: Konzentrat zur Infusionszubereitung
- Depressive Erkrankungen
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff
- gleichzeitige MAO-Hemmer-Medikation
- über die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen liegen keine Erfahrungen vor
- über die Anwendung in der Stillperiode liegen keine Erfahrungen vor
- in der Schwangerschaft nur unter strenger Indikation
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art, Appetit- und Gewichtszunahme
ZNS: Müdigkeit, Benommenheit, Schwindel, Kopfschmerzen, Manie, epilept. Anfälle, Tremor, Muskelzittern, Parästhesien
Herz und Kreislauf: Ödeme, (orthostatische) Hypotonie
Leber und Pankreas: Transaminasenerhöhung
Blut: Granulozytopenie, Agranulozytose, Eosinophilie, aplast. Anämie, Thrombozytopenie
Haut: Exantheme
Carbamazepin: Ausscheidung von Mirtazapin wird erhöht
Cimetidin: Bioverfügbarkeit von Mirtazapin wird erhöht
Alkohol, Benzodiazepine: zentral dämpfender Effekt wird verstärkt
Der Therapieerfolg stellt sich erst nach 2-4 Wochen ein.
Engmaschige Kontrollen sind bei Patienten mit Epilepsie, hirnorganischem Psychosyndrom, Leber- oder Niereninsuffizienz, Herzerkrankungen oder Hypotonie angezeigt.
besondere Vorsicht ist geboten bei:
- Miktionsstörungen
- akutem Engwinkelglaukom
- Diabetes mellitus
- Suizidgefahr
Die Konzentrationsfähigkeit wird beeinträchtigt.
Die Behandlung sollte auschleichend beendet werden.
SSRI haben die trizyklischen Antidepressiva abgelöst, da sie keine anticholinergen Nebenwirkungen haben und auch keine Gewichtszunahme bewirken. In schweren Fällen ist die antidepressive Wirkung nicht ausreichend.