MIRTAZAPIN
Index
Wirkmechanismus Handelsnamen Anwendungsarten
Indikationen Dosierung Kontraindikationen
Nebenwirkungen Interaktionen Vorsichtsmaßnahmen
Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung Strukturformel
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Strukturformel 
Mirtazapin
 
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Wirkmechanismus
Mirtazapin hat 2- und 5-HT-rezeptorblockierende Eigenschaften, wodurch seine antidepressive Wirkung zustande kommt. Weiters wirkt Mirtazapin sedierend durch Blockade der H1-Rezeptoren.
Es zeigt praktisch keinen anticholinergen Effekt.
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Handelsnamen
Österreich Mirtabene, Mirtaron, Remeron
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Anwendungsarten
nicht invasiv: oral (Lösung, Tabletten)
invasiv: Konzentrat zur Infusionszubereitung
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Indikationen
- Depressive Erkrankungen
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Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff
- gleichzeitige MAO-Hemmer-Medikation
- über die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen liegen keine Erfahrungen vor
- über die Anwendung in der Stillperiode liegen keine Erfahrungen vor
- in der Schwangerschaft nur unter strenger Indikation

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Dosierung
Standarddosierung
15-45 mg täglich
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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art, Appetit- und Gewichtszunahme
ZNS: Müdigkeit, Benommenheit, Schwindel, Kopfschmerzen, Manie, epilept. Anfälle, Tremor, Muskelzittern, Parästhesien
Herz und Kreislauf: Ödeme, (orthostatische) Hypotonie
Leber und Pankreas: Transaminasenerhöhung
Blut: Granulozytopenie, Agranulozytose, Eosinophilie, aplast. Anämie, Thrombozytopenie
Haut: Exantheme
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Interaktionen
Carbamazepin: Ausscheidung von Mirtazapin wird erhöht
Cimetidin: Bioverfügbarkeit von Mirtazapin wird erhöht
Alkohol, Benzodiazepine: zentral dämpfender Effekt wird verstärkt
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Vorsichtsmaßnahmen
Der Therapieerfolg stellt sich erst nach 2-4 Wochen ein.
Engmaschige Kontrollen sind bei Patienten mit Epilepsie, hirnorganischem Psychosyndrom, Leber- oder Niereninsuffizienz, Herzerkrankungen oder Hypotonie angezeigt.
besondere Vorsicht ist geboten bei:
- Miktionsstörungen
- akutem Engwinkelglaukom
- Diabetes mellitus
- Suizidgefahr
Die Konzentrationsfähigkeit wird beeinträchtigt.
Die Behandlung sollte auschleichend beendet werden.
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Pharmakokinetik
Bioverfügbarkeit: etwa 50%
Steady-state-Bedingungen nach ca. 3-4 Tagen
Proteinbindung: 85%
maximale Plasmakonzentration nach ca. 2h
Eliminationshalbwertszeit 20-40h
Metabolisierung durch Demethylierung und Oxidation, danach Ausscheidung über Faeces und Harn.
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Allgemeine Beurteilung
SSRI haben die trizyklischen Antidepressiva abgelöst, da sie keine anticholinergen Nebenwirkungen haben und auch keine Gewichtszunahme bewirken. In schweren Fällen ist die antidepressive Wirkung nicht ausreichend.
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