OSELTAMIVIR
Index
Wirkmechanismus Handelsnamen Anwendungsarten
Indikationen Dosierung Kontraindikationen
Nebenwirkungen Interaktionen Vorsichtsmaßnahmen
Pharmakokinetik    
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Wirkmechanismus
Oseltamivir (pro-drug) wird durch hepatische Esterasen fast vollständig zum aktiven Metaboliten Oseltamivircarboxylat umgewandelt. Dieses ist ein selektiver Inhibitor der Neuraminidase von Influenzaviren. Dadurch wird die Freistzung von Virusmaterial aus infizierten Zellen und das Eindringen der Viren in die Epithelzellen erschwert und die Ausbreitung im Organismus verhindert.
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Handelsnamen
Österreich Tamiflu
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Anwendungsarten
nicht invasiv:
- oral (Lösung zur Herstellung einer Suspension, Hartkapseln)
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Indikationen
- Therapie der Influenza A und B bei Erwachsenen und Kindern über einem Jahr
- Postexpositionsprophylaxe bei Erwachsenen und Jugendliche über 13 Jahren
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Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirk- oder Hilfsstoff
- Kinder unter einem Jahr

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Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene
Kinder
zur Influenzatherapie:
Erwachsene und Jugendliche über 13 Jahren: 2 mal täglich 75 mg über 5 Tage

als Postexpositionsprophylaxe:
Erwachsene und Jugendliche über 13 Jahren einmal täglich 75 mg über mindestens 7 Tage

zur Influenzatherapie:
Kinder von 1 bis 12 Jahren:
< 15 kg/KG: 2 mal täglich 30 mg über 5 Tage
< 23 kg/KG: 2 mal täglich 45 mg über 5 Tage
< 40 kg/KG: 2 mal täglich 60 mg über 5 Tage
> 40 kg/KG: 2 mal täglich 75 mg über 5 Tage

Möglichst innerhalb von 48h nach Auftreten der ersten Symptome mit der Einnahme beginnen.
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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art
ZNS: Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Müdigkeit
Magen-Darm-Trakt: Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Dyspepsie, Diarrhoe
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Interaktionen
Wegen der schwachen Proteinbindung und der von Cytochrom P450-Oxydasen und Glucuronidasen weitgehend unabhängigen Metabolisierung sind kaum Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln zu erwarten.

Probenecid: 2facher Anstieg der Plasmakonzentration des aktiven Oseltamivirmetaboliten
Methotrexat, Chlorpropamid, Phenylbutazon: Konkurrenz um Ausscheidung
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Vorsichtsmaßnahmen
Oseltamivir ist kein Ersatz für eine Grippeschutzimpfung.
Unbedenklichkeit und Wirksamkeit bei Anwendung von Oseltamivir als Prophylaxe bei Kindern unter 12 Jahren sind noch nicht gesichert.
Bei Schwangeren und stillenden Frauen nur unter strengster Indikation (potentielles Risiko für Fetus bzw. Säugling)
Bei schwerer Niereninsuffizienz ist die Dosis je nach Crea-Clearence anzupassen.
Bei einer Crea-Clearence unter 10ml/min und bei Dialysepatienten sollte Oseltamivir nicht angewandt werden.
In vitro wurden Zanamivir-Kreuzresistenzen beobachten.
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Pharmakokinetik
Nach rascher Resorption (mind. 75% einer oralen Dosis gelangen in die system. Zirkulation) wird Oseltamivir nahezu vollständig durch hepatische Esterasen zum aktiven Oseltamivircarboxylat umgewandelt.
Proteinbindung: 3%
Halbwertszeit (Oseltamivircarboxylat): 6-10h
Ausscheidung: über die Niere
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