PARACETAMOL/ASCORBINSäURE
Index
Wirkmechanismus Handelsnamen Anwendungsarten
Indikationen Dosierung Kontraindikationen
Nebenwirkungen Interaktionen Vorsichtsmaßnahmen
Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung Strukturformel
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Strukturformel 
Paracetamol
Ascorbinsäure
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Wirkmechanismus
Paracetamol wirkt gut analgetisch und antipyretisch offenbar auch durch Beeinflussung zentraler Mechanismen (zentrale Hemmung der Substanz P, zentrale PG-System-Hemmung, spinale Blockierung des pronozizeptiven Arginin-NO-Synthetase-Systems), es wirkt jedoch nicht antiphlogistisch.

Ascorbinsäure soll die natürlichen Abwehrkräfte steigern.
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Handelsnamen
Österreich Mexa-Vit.C, Vicetamol
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Anwendungsarten
nicht invasiv: oral (Brausepulver, Brausetabletten)
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Indikationen
- Fieber
- grippale Infekte
- Kopf- und Gliederschmerzen
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Kontraindikationen
- bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff- oder Wirkstoffgruppe
- Überempfindlichkeit gegenüber Hilfsstoffen
- übermäßiger bzw. chronischer Alkoholgenuß
- ausgeprägte Leber- und Nierenstörungen
- genetisch bedingter Glucose-6-Phosphatdehydrogenasemangel
- Phenylketonurie
- letztes Trimenon der Schwangerschaft und Stillzeit
- erstes Lebensjahr
- bei Vicetamol: Fruktoseintoleranz (wegen des Sorbitgehaltes =1 g/Einheit)
Kinder unter 12 Jahren, da die für Kinder übliche körpergewichtsbezogene Dosierung mit dieser Arzneiform schwierig durchzuführen ist.

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Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene und Kinder über 12 Jahren:
Einzeldosis: 1 Tablette/Beutel (500 mg Paracetamol, 300 mg Ascorbinsäure)
maximale Tagesdosis: 4 Tabletten/Beutel
Kinder von 6-12 Jahren:
Einzeldosis: ½ Tablette/Beutel
maximale Tagesdosis: 2 Tabletten/Beutel
bei Dosierung nach Körpergewicht gilt: 10-15 mg Paracetamol/kg bis zu 4mal täglich
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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art, Temperaturanstieg "drug fever"
ZNS: Schweißausbruch, Miosis
Herz und Kreislauf: Blutdruckabfall bis hin zum Schock
Atmung: AIA (aspirin-induced-asthma)
Magen-Darm-Drakt: Übelkeit
Leber und Pankreas: bei längerer Einnahme können schwere Leberschäden auftreten
Nieren und Blase: bei längerer Einnahme können schwere Nierenschäden auftreten
Haut: allergische Hautausschläge, Urtikaria, Juckreiz
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Interaktionen
α1-Agonisten: Hepatotoxizität steigt
Gerinnungs- und Thrombozytenaggregationshemmer: Wirkungsverstärkung
enzyminduzierende Wirkstoffe:
(Alkohol, Babiturate, Antiepileptika, Rifampizin): Hepatotoxizität steigt
Zidovudin: Glukuronkonjugation wird gehemmt
Chloramphenicol: Eliminationsgeschw. nimmt ab
Salicylamid: Halbwertszeit v. Paracetamol verlängert (Kumulation!)
Metoclopramid: erhöht die Resorption
Insulin: blutzuckersenkende Wirkung wird vermindert
Vitamin C: Ergebnis bestimmter Nachweis-reaktionen von Harn- oder Blutzucker kann beeinflußt werden.
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Vorsichtsmaßnahmen
Vorsichtige Dosierung bei Patienten mit vermehrtem Auftreten von Oxalsäure im Harn sowie bei Leber- und Nierenschädigungen.
Schwangerschaft: Dosierung auf eine Einzeldosis beschränken
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Pharmakokinetik
Paracetamol:
wird rasch und vollständig resorbiert
Proteinbindung: 5-10%
maximale Plasmakonzentration nach ca. 0,5-1,5h
terminale β-Halbwertszeit: 1,5-2,5h
Nach hepatischer Biotransformation durch Kopplung an Glutathion erfolgt die Ausscheidung renal.

Ascorbinsäure:
wird vor allem in den oberen Abschnitten des Dünndarmes resorbiert
sie wird im Urin ausgeschieden
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Allgemeine Beurteilung
Ist zur symptomatischen Therapie von Erkältungserkrankungen gut geeignet.
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