Propyphenazon ist ein Pyrazolderivat mit antipyretischen, antiphlogistischen und analgetischen Eigenschaften. Analgetisch wirkt es durch Aktivierung hemmender Neurone im ZNS.
Paracetamol wirkt gut analgetisch und antipyretisch offenbar auch durch Beeinflussung zentraler Mechanismen (zentrale Hemmung der Substanz P, zentrale PG-System-Hemmung, spinale Blockierung des pronozizeptiven Arginin-NO-Synthetase-Systems), jedoch nicht antiphlogistisch.
Codein verstärkt die analgetische Wirkung, wirkt antitussiv, sedierend und erhöht den Tonus der glatten Muskulatur.
nicht invasiv: oral (Tabletten)
- starke Schmerzzustände (postoperativ, Nierenkoliken, Neuralgien, Muskel- und Gelenksrheumatismus, starke Kopfschmerzen, Dysmenorrhoe)
- Fiebersenkung
- bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff- oder Wirkstoffgruppe
- Überempfindlichkeit gegenüber Hilfsstoffen
- Asthma bronchiale
- schwere Nieren- oder Leberinsuffizienz
- Patienten mit Gucose-6-Phospatdehydrogenasemangel
- übermäßiger bzw. chronischer Alkoholgenuß
- Erkrankungen bei denen eine stärkere Dämpfung des Atemzentrums vermieden werden soll, insbesondere bei erhöhter Bronchialsekretion.
- Blutbildveränderungen wie z.B. Leukozytopenie; Störungen der Hämsynthese, insbesondere hepatische Porphyrie
- gleichzeitige Gabe von MAO-Hemmern (Einnahmepause von 10-14 Tagen einhalten)
- Kinder unter 14 Jahren
- letztes Trimenon der Schwangerschaft und während der Stillzeit
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art (selten), Schock, "drug fever", Nausea,
ZNS: Encephalopatie, Koma, Kopfschmerzen, Schweißausbruch, Reizbarkeit, Müdigkeit, Sedierung, Vertigo, Hypotension, Miosis, Ataxie, Konvulsion
Herz und Kreislauf: Arrhythmien, Herzrhythmusstörung, Blutdrucksenkung,
Atmung: AIA (aspirin-induced-asthma), Hemmung des Atemzentrums (Kinder, ältere Patienten!), Heuschnupfen, Lungenödem, Somnolenz bis zum Atemstillstand
Magen-Darm-Trakt: gastrointestinale Blutungen und Hämatemesis (selten), Erhöhung des Sphinktertonus (Magen, Gallengängen, Harnblase), Übelkeit, Erbrechen, Obstipation
Leber und Pankreas: fulminantes Leberversagen, dosisabhängige Hepatotoxizität (v.a. in Kombination mit Alkohol, Barbituraten, oder anderen enzyminduzierenden Wirkstoffen)
Nieren und Blase: akutes reversibles bis irreversibles Nierenversagen, Harnretention
Blut: Agranoluzytose, Hämolyse, Thrombozytopenie, Panzytopenie, Leukozytopenie
Haut: allergische Hautausschläge, Hautschwellung, Juckreiz

α1-Agonisten: Hepatotoxizität steigt
Gerinnungs- und Thrombozytenaggregationshemmer: Wirkungsverstärkung
enzyminduzierende Wirkstoffe: Hepatotoxizität steigt
(Alkohol, Babiturate, Antiepileptika,
Rifampicin)
Zidovudin: Glukuronkonjugation wird
gehemmt
Chloramphenicol: Eliminationsgeschw. nimmt ab
Salicylamid: Halbwertszeit v. Paracetamol verlängert (Kumulation!)
Expektorantien Wirkung nimmt ab
alle Wirkstoffe mit Wirkung aufs ZNS: ZNS-Wirkung wird verstärkt
hohe Progesteronserumkonzentration: analget. Effekt verstärkt
Naloxonempfindlichkeit: bei Opiat-Langzeitmedikation erhöht
Fluoxetin: Bioelimination von Codein zu aktiven Metaboliten gehemmt
Chinidin, Neuroleptika und Antidepr.: hemmen hepat. Abbau von Codein zu Morphin
MAO-Hemmer: zentrale Dysfunktion
Rifampicin: hepat. Codeinabbau wird verstärkt
Vorsicht ist geboten bei schweren entzündlichen bzw. obstruktiven Darmerkrankungen, gesteigertem Hirndruck, Miktionsstörungen (z.B.: Prostatahypertrophie) und chronischer Obstipation sowie nach Kopfverletzungen und postoperativ nach Cholecystektomie.
Reaktionsfähigkeit sinkt.
Vorsichtige Dosierung im ersten und zweiten Trimenon der Schwangerschaft.
Bei chronischer Anwendung besteht in seltenen Fällen die Möglichkeit einer psychischen und physischen Abhängigkeitsbildung.
30 mg Codein in der Kombination hat eine gute Wirkung bei akuten kurz dauernden mittelstarken Schmerzen.
10 mg Codein sind unterdosiert für einen Erwachsenen.