PHENAZON/COFFEIN
Index
Wirkmechanismus Handelsnamen Anwendungsarten
Indikationen Dosierung Kontraindikationen
Nebenwirkungen Interaktionen Vorsichtsmaßnahmen
Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung Strukturformel
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Strukturformel 
Phenazon
 
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Wirkmechanismus
Phenazon wirkt analgetisch, antipyretisch, schwach antiphlogistisch, und spasmolytisch und erschlaffend auf die glatte Muskulatur.

Coffein unterstützt die analgetische Wirkung, außerdem erhöht es die Vigilanz, reduziert die psychomotorische Reaktionszeit und beeinflußt die intellektuelle Leistungsfähigkeit, sofern diese durch Müdigkeit eingeschränkt ist.
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Handelsnamen
Österreich Coffo Selt
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Anwendungsarten
nicht invasiv: oral (Brausetabletten)
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Indikationen
- Schmerzzustände, wie akuter Kopfschmerz, Neuralgien, Glieder- und Muskelschmerzen
- Menstruationsbeschwerden
- Kopfschmerzen nach übermäßigem Alkoholgenuß
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Kontraindikationen
- bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff- oder Wirkstoffgruppe
- ausgeprägte Leber- und Nierenfunktionsstörungen
- Knochenmarkdepression (Granulozytopenie, Leukopenie)

- im ersten Schwangerschaftstrimenon und nach der 34. Schwangerschaftswoche
- während der Stillzeit

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Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene und Kinder über 12 Jahren:
Einzeldosis: 500 – 1000 mg
maximale Tagesdosis: 3000 mg
Kinder von 6-12 Jahren:
Einzeldosis: 250 mg
maximale Tagesdosis: 1000 mg
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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art, Schwellung der Nasenschleimhaut, vermehrte Nasensekretion, Asthmaanfälle, anaphylaktischer Schock (selten)
ZNS: Bei Überdosierung sind Nausa und Emesis, Benommenheit, Konvulsionen, Koma und Todesfälle möglich. Durch das Coffein kann es zu Kopfdruck und Einschlafstörungen kommen.
Leber und Pankreas: Die Einnahme über einen längeren Zeitraum kann zu Leberschäden führen.
Nieren und Blase: akutes Nierenversagen möglich, Rotfärbung des Urins
Haut: Hautausschläge
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Interaktionen
Ergotamin: Resorption wird gesteigert
Alkohol: Hepatotoxizität steigt
Arzneimittel, die auf mikrosomale Leberenzyme einwirken (z.B. Isoniazid, hormonale Kontrazeptiva): Phenazonclearence von wird verringert
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Vorsichtsmaßnahmen
Vorsicht ist geboten bei gastrointestinalen Ulzera, Analgetikaintoleranz (Anschwellen der Nasenschleimhaut, Asthmaanfall oder allergische Hautreaktionen) und bei schlechter Leberfunktion.
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Pharmakokinetik
Phenazon:
Wird rasch resorbiert und nur geringfügig an Plasmaproteine gebunden.
Es wird in der Leber großteils zum 4-Hydroxyantipyrin metabolisiert
maximale Plasmakonzentration nach ca.
Eliminationshalbwertszeit nach ca. 11h
die Ausscheidung erfolgt renal, etwa 5% einer Dosis erscheinen unverändert, und ungefähr die gleiche Menge als Nor-Phenazon im Harn.

Coffein:
es wird rasch und vollständig resorbiert
die Plasmahalbwertszeit beträgt 3-7h
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Allgemeine Beurteilung
Gut wirksam bei akuten, kurz dauernden, leichten Schmerzzuständen.
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