RISEDRONSäURE
Index
Wirkmechanismus Handelsnamen Anwendungsarten
Indikationen Dosierung Kontraindikationen
Nebenwirkungen Interaktionen Vorsichtsmaßnahmen
Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung Strukturformel
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Strukturformel 
Risedronsäure
 
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Wirkmechanismus
Bisphosphonate greifen direkt in den Knochenstoffwechsel ein.
Risedronsäure bindet direkt an die Oberfläche von Hydroxylapatitkristallen und hemmt die Osteoklastenaktivität. Der Knochenabbau ist vermindert, während die Aktivität der Osteoblasten und die Mineralisation des Knochens erhalten bleibt. Dies führt zu einer Senkung der Serumkalziumkonzentration. Durch Verringerung der Frakturrate kommt es zu Schmerzreduktion.
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Handelsnamen
Österreich Actonel
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Anwendungsarten
nicht invasiv:
- oral (Filmtabletten)
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Indikationen
- Prophylaxe und Therapie der Osteoporose
- Morbus Paget des Skeletts
- osteolytisch bedingte Knochenschmerzen
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Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff
- Niereninsuffizienz (Crea.-Clearence < 30 ml/min)
- Hypocalcämie
- Schwangerschaft und Stillperiode
- bei schweren akuten Entzündungen des Gastrointestinaltraktes

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Dosierung
Standarddosierung

Osteoporose: 5 mg täglich bzw. 35 mg einmal wöchentlich

Morbus Paget: 30 mg täglich für 2 Monate

Risedronsäure mindestens eine halbe Stunde vor der ersten Mahlzeit, einem Getränk oder der Einnahme anderer Medikamente mit Wasser in aufrechter Körperhaltung einnehmen, danach für 30 min nicht hinlegen.
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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art, in hoher Dosierung abnorme Petrosierungen, Knochen- und Muskelschmerzen,
ZNS: Nausea, Kopfschmerzen
Magen-Darm-Trakt: Emesis, Dyspepsie, Diarrhoe, Obstipation, Blähungen, Ulcera
Leber und Pankreas: abweichende Leberfunktionswerte
Blut: Hypokalzämie, Hypophosphatämie
Haut: Hautausschläge
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Interaktionen
Die gleichzeitige Einnahme von Medikamenten mit polyvalenten Kationen (z.B.: Kalzium, Magnesium, Eisen, Aluminium) beeinträchtigt die Resorption der Risedronsäure und muß vermieden werden.
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Vorsichtsmaßnahmen
Bisphosphonate müssen langsam infundiert werden (Nierenversagen)
Nicht bei frischen Frakturen und Oesophagusstrikturen anwenden
Bei Pat. mit einer Ösophaguserkrankung, die mit verzögerter Passage oder Entleerung einhergeht in der Anamnese bzw. bei Pat., denen es nicht möglich ist, 30 min nach der Einnahme in aufrechter Körperhaltung zu verbleiben, darf Risedronat nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden.
Auf eine ausreichende Kalziumzufuhr ist zu achten (eventuell Kalzium- oder Vitamin D-Komedikation)
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Pharmakokinetik
Die Resorption erfolgt rasch und ist von 2,5-30mg dosisunabhängig. Die orale Bioverfügbarkeit beträgt 0,63% (stark nahrungsabhängig)
Proteinbindung: ca 24%
maximale Plasmakonzentration nach ca. 1h
Es gibt keine Anzeichen einer systemischen Metabolisierung. Innerhalb von 24h werden etwa 50% der applizierten Dosis renal ausgeschieden.
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Allgemeine Beurteilung
Standardtherapie bei Schmerzen mit Knochenabbau
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