RITUXIMAB
Index
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code Wirkmechanismus Handelsnamen
Anwendungsarten Indikationen Dosierung
Kontraindikationen Nebenwirkungen Interaktionen
Vorsichtsmaßnahmen Pharmakokinetik Strukturformel
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Strukturformel 
 
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Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code
Wirkstoffgruppe: Immunmodulierende Substanzen L01XC02
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Wirkmechanismus
Rituximab bindet selektiv an das Oberflächenprotein CD20 der B-Lymphozyten (CD20 positive B-Zellen) und aktiviert dadurch Mechanismen zur Depletion der B-Zellen. Durch die Depletion der B-Zellen wird der destruktive, entzündliche Verlauf der rheumatoiden Arthritis, der durch 3 entscheidende Mechanismen der B-Zelle (Antigenpräsentation, Produktion von Autoantikörpern, Produktion von proinflammatorischen Zytokinen) verursacht wird, unterbrochen.
Stamm-, Pro-B- und antikörperproduzierende Plasmazellen werden bei einer Therapie mit Rituximab nicht angegriffen, da sie kein CD20 auf ihrer Oberfläche exprimieren, und können so ihre Funktion erhalten. Die Infektanfälligkeit ist dadurch nur gering erhöht.
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Handelsnamen
Österreich MabThera
Deutschland MabThera
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Anwendungsarten
Invasiv: Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
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Indikationen
Rheumatoide Arthritis
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Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels oder gegen Maus Proteine.

absolut Aktive, schwere Infektionen.

Schwere Herzinsuffizienz (NYHA Klasse IV) oder schwere, unkontrollierte Herzerkrankungen.

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Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene
Ein Behandlungszyklus mit Rituximab besteht aus zwei i.v. Infusionen zu je 1000 mg, die an Tag 1 und 15 verabreicht werden.
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Nebenwirkungen
Allgemein: akute Infusionsreaktionen, Fieber, Schüttelfrost, geringfügig erhöhte Anfälligkeit für Infektionen, Kopfschmerzen

ZNS: Parästhesie

Herz-Kreislauf: Hitzewallung, Hyper- und Hypotonie

Atmung: Infektionen der Atemwege

Magen-Darm-Trakt: Übelkeit, Dyspepsie

Leber und Pankreas: Hypercholesterinämie

Haut: Exanthem, Pruritus, Urticaria
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Interaktionen
Patienten, die Titer von humanen Anti-Maus –Antikörpern oder humanen antichimären Antikörpern (HAMA/HACA) aufweisen, können allergische oder Überempfindlichkeitsreaktionen entwickeln, wenn sie zusätzlich mit anderen diagnostischen oder therapeutischen monoklonalen Antikörpern behandelt werden.
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Vorsichtsmaßnahmen
Infusionen von Rituximab sollen nur unter engmaschiger Überwachung eines erfahrenen Arztes durchgeführt werden. Zur Minimierung infusionsbedingter Nebenwirkungen wird eine Prämedikation bestehend aus einem Glucocorticoid, einem Analgetikum/Antipyretikum und einem Antihistaminikum empfohlen.

Rituximab darf nicht bei Patienten verabreicht werden, bei denen eine aktive und/oder schwere Infektion oder eine eingeschränkte Immunabwehr vorliegt.
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Pharmakokinetik
Halbwertszeit: Im Anschluss an zwei intravenöse Infusionen von Rituximab zu je 1000 mg im Abstand von zwei Wochen betrug die durchschnittliche terminale Halbwertszeit 20,8 Tage
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