Wirkstoffgruppe: Immunmodulierende Substanzen L01XC02
Rituximab bindet selektiv an das Oberflächenprotein CD20 der B-Lymphozyten (CD20 positive B-Zellen) und aktiviert dadurch Mechanismen zur Depletion der B-Zellen. Durch die Depletion der B-Zellen wird der destruktive, entzündliche Verlauf der rheumatoiden Arthritis, der durch 3 entscheidende Mechanismen der B-Zelle (Antigenpräsentation, Produktion von Autoantikörpern, Produktion von proinflammatorischen Zytokinen) verursacht wird, unterbrochen.
Stamm-, Pro-B- und antikörperproduzierende Plasmazellen werden bei einer Therapie mit Rituximab nicht angegriffen, da sie kein CD20 auf ihrer Oberfläche exprimieren, und können so ihre Funktion erhalten. Die Infektanfälligkeit ist dadurch nur gering erhöht.
Invasiv: Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels oder gegen Maus Proteine.
| absolut |
Aktive, schwere Infektionen.
Schwere Herzinsuffizienz (NYHA Klasse IV) oder schwere, unkontrollierte Herzerkrankungen.
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Allgemein: akute Infusionsreaktionen, Fieber, Schüttelfrost, geringfügig erhöhte Anfälligkeit für Infektionen, Kopfschmerzen
ZNS: Parästhesie
Herz-Kreislauf: Hitzewallung, Hyper- und Hypotonie
Atmung: Infektionen der Atemwege
Magen-Darm-Trakt: Übelkeit, Dyspepsie
Leber und Pankreas: Hypercholesterinämie
Haut: Exanthem, Pruritus, Urticaria
Patienten, die Titer von humanen Anti-Maus –Antikörpern oder humanen antichimären Antikörpern (HAMA/HACA) aufweisen, können allergische oder Überempfindlichkeitsreaktionen entwickeln, wenn sie zusätzlich mit anderen diagnostischen oder therapeutischen monoklonalen Antikörpern behandelt werden.
Infusionen von Rituximab sollen nur unter engmaschiger Überwachung eines erfahrenen Arztes durchgeführt werden. Zur Minimierung infusionsbedingter Nebenwirkungen wird eine Prämedikation bestehend aus einem Glucocorticoid, einem Analgetikum/Antipyretikum und einem Antihistaminikum empfohlen.
Rituximab darf nicht bei Patienten verabreicht werden, bei denen eine aktive und/oder schwere Infektion oder eine eingeschränkte Immunabwehr vorliegt.