ROPIVACAIN
Index
Wirkmechanismus Handelsnamen Anwendungsarten
Indikationen Dosierung Kontraindikationen
Nebenwirkungen Interaktionen Vorsichtsmaßnahmen
Pharmakokinetik Strukturformel  
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Strukturformel 
Ropivacain
 
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Wirkmechanismus
Ropivacain ist ein langwirksames Lokalanästhetikum. Es wirkt durch reversible Verminderung der Natriumleitfähigkeit der Membran. Dadurch wird die Depolarisationsgeschwindigkeit vermindert und die Reizschwelle erhöht.
Einsetzen und Dauer der Analgesie ist abhängig vom Ort der Applikation und wird durch einen Vasokonstriktor nicht verbessert.
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Handelsnamen
Österreich Naropin
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Anwendungsarten
invasiv: Lösung zur parenteralen Anwendung
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Indikationen
Behandlung akuter Schmerzzustände:
- kontinuierliche Epiduralinfusion oder intermittierdende Bolusverabreichung
- Feldblockaden
Anästhesie in der Chirurgie:
- Epiduralblockode für chirurg. Eingriffe
- große Leitungsblockaden
- Feldblockaden
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Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff bzw. Wirkstoffgruppe
- intravenöse Regionalanästhesie
- Parazervikalanästhesie in der Geburtshilfe
- Hypovolämie
- Kinder unter 12 Jahren
- allgemeine Gegenanzeichen einer Epiduralanästhesie

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Dosierung
Standarddosierung
Die Dosierung richtet sich nach Art und Ort der Anwendung. Es sollte die kleinste Dosis, die eine wirksame Blockade bewirkt, angewendet werden.
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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art
ZNS: Kopfschmerz, Parästhesien, Hypästhesien, Schwindel, Neuropathie, Spinalstrangsyndrom, Konvulsionen
Herz und Kreislauf: Hypotonie, Hypertonie, Tachykardie, Bradykardie
Magen-Darm-Trakt: Übelkeit, Erbrechen
Nieren und Blase: Harnretention
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Interaktionen
Allgemeinanästhetika und Opioide: (Neben)wirkungspotential wird erhöht

Ropivacain wird durch Cytochrom P450 1A2 abgebaut. Enzymhemmende Stoffe (Fluvoxamin, Verapamil, Theophyllin, Ketoconazol) beeinflussen die Metabolisierung.
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Vorsichtsmaßnahmen
Nicht zur intravasalen Anwendung geeignet.
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Pharmakokinetik
Die Resorption verläuft zweiphasig mit Halbwertszeiten zwischen 14min und 4h.
Im Plasma ist Ropivacain hauptsächlich an saures Glycoprotein gebunden.
Plasmakonzentration hängt von Dosis, Art der Anwendung und Applikationsort ab
Nach Hydroxylierung erfolgt die Ausscheidung größtenteils über die Niere.
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