TENOXICAM
Index
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code Wirkmechanismus Handelsnamen
Anwendungsarten Indikationen Dosierung
Kontraindikationen Nebenwirkungen Interaktionen
Vorsichtsmaßnahmen Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung
Strukturformel    
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Strukturformel 
Tenoxicam
 
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Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code
– ATC-Code: M01AC Nichtsteroidale Antiphlogistika und Antirheumatika / Oxicame
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Wirkmechanismus
Tenoxicam hemmt die Cyclooxygenase I+II und verschiedene Entzündungsfunktionen der Leukozyten (Phagozytose; Histaminfreisetzung)
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Handelsnamen
Österreich Tilcotil
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Anwendungsarten
nicht invasiv:
- oral (Tabletten)

invasiv:
- Trockenstechampullen zur langsamen i.v. und i.m.-Injektion
- Intraartikulär und Wundinfiltration
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Indikationen
- zur Behandlung von akuten Schmerzen und Entzündungen
- ankylosierende Spondylitis, Osteoarthrose, Osteoarthritis, rheumatoide Arthritis,
- Weichteilerkrankungen und –verletzungen (Zerrungen, Verstauchungen, Tendinitiden, Bursitiden, Periarthritiden)
- akuter Gichtanfall
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Kontraindikationen
absolut:
bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff- oder Wirkstoffgruppe
Überempfindlichkeit gegenüber Hilfsstoffen
akute perioperative Schmerzzustände, Asthma bronchiale, floride Magenulcerationen, unkontrollierte Hypertension, bestehende beträchtliche Nierenschädigung, bestehende Koagulopathie, bestehende starke Leberschädigung, Schwangerschaft und Stillperiode, Kinder unter 18 Jahren

relativ:
- Patienten mit allergischen oder systemischen Erkrankungen
- Patienten mit Autoimmunerkrankungen
- Patienten mit Ulkusanamnese
- Patienten mit bestehender ZNS-Dysfunktion
- Patienten mit KHK

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Dosierung
Standarddosierung

Einzeldosis = maximale Tagesdosis = 20 mg
Gichtanfall ED = TD = 40 mg (max. zwei Tage)
Langzeitgabe: TD = 10 mg
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Nebenwirkungen
Allgemein: allergische Reaktionen jeder Art
ZNS: Schwindel, Kopfschmerzen
Magen-Darm-Trakt: Stomatitis, Appetitlosigkeit, Nausea, Emesis, Obstipation, Flatulenz, Bauchschmerzen, Ulzera, Perforationen, anorektale Blutungen
Leber und Pancreas: alle Formen akuter, chronischer, reversibler bis irreversibler Schäden
Niere und Blase: Anstieg von Harnstoff und Creatinin, Ödembildung, Dysurie, Nierenschmerzen
Blut: akute, chronische, reversible bis irreversible Schäden, sekundäre Anämie, Agranulozytose
Haut: Hautausschläge, Juckreiz, Photodermatosen
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Interaktionen
Antikoagulantien, Thrombozytenaggregationshemmer, Lithium, Phenytoin, Triamteren oder andere kaliumsparende Diuretika dürfen nicht gemeinsam mit Tenoxicam verabreicht werden.
Diuretika + NSAR: Niereninsuffuzienz kann induziert werden
Antihypertensiva + Tenoxicam: hypotensive Wirkung kann abnehmen
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Vorsichtsmaßnahmen
keine Indikation: Monotherapie schwerer Schmerzzustände
Bei Langzeitbehandlung oder hoher Dosierung sollte regelmäßig die Leber- und Nierenfunktion, der Gerinnungsstatus, der Kalium- und der Lithiumspiegel kontrolliert werden.
Nicht mit anderen sauren NSAR kombinieren.
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Pharmakokinetik
Proteinbindung: 98,5%
Maximale Plasmakonzentration nach ca. 1-2,6h (p.o. nüchtern) 4-6h (p.o. postprandial)
in der Synovialflüssigkeit: ca. 50% der Serumkonz. nach etwa 6-8h
terminale β-Halbwertszeit: 60-75h (hohe interindividuelle Variabilität 30-160)
Ausscheidung:
renale Elimination zu 33-45%
biliäre Elimination zu 45-67%
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Allgemeine Beurteilung
typisches NSAR
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