TRAZODON
Index
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code Wirkmechanismus Handelsnamen
Anwendungsarten Indikationen Dosierung
Kontraindikationen Nebenwirkungen Interaktionen
Vorsichtsmaßnahmen Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung
Strukturformel    
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Strukturformel 
Trazodon
 
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Klinisch-pharmakologische Klassifizierung / ATC-Code
- ATC-Code: N06AX05 SARI Antidepressiva / Psychoanaleptika
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Wirkmechanismus
Trazodon ist ein potenter und selektiver 5HT2-Rezeptor Antagonist und ein moderater Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SARI). Die 5 HT2-Rezeptor Blockade bewirkt eine Verstärkung der antidepressiven Wirkung, führt zu einer Normalisierung des gestörten Schlafes und zur Anxiolyse.
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Handelsnamen
Österreich Trittico retard
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Anwendungsarten
nicht invasiv: oral (Tabletten)
invasiv: Ampullen
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Indikationen
- Zur Behandlung von Depressionen unterschiedlicher Ätiologie mit oder ohne Angstkomponente
- Anhaltenden Schlafstörungen bei Depressionen
- Im Rahmen von Depressionen auftretenden erektilen Dysfunktionen ohne schwerwiegende organische Ursachen
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Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegenüber einen Bestandteil des Präparates
- Alkohol- oder Schlafmittelvergiftung
- frischer Herzinfarkt
- Stillperiode
- in der Schwangerschaft (v.a. erstes Trimenon) nur unter strengster Indikation
- über die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen liegen keine ausreichenden klinischen Erfahrungen vor

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Dosierung
Standarddosierung
Ambulant: Übliche Dosierung 150-300mg/Tag (initial 50-100mg, nachfolgend graduelle Steigerung) maximal 400 mg/Tag. Geriatrische Patienten häufig niedriger.
Stationär: maximal 600 mg
Einnahme vorzugsweise abends oder in 2 Dosen aufgeteilt nach den Mahlzeiten, am Ende der Therapie Dosis langsam reduzieren.
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Nebenwirkungen
Häufig: Schläfrigkeit, Müdigkeit insbesonders zu Behandlungsbeginn, Schwindel, Übelkeit.

Selten:
Allgemein: Muskel- und Knochenschmerzen, Priapismus, , Sehstörungen, Augenrötung, verstopfte Nase, Hautausschläge
ZNS: Verwirrtheit, Konzentrationsstörungen, Koordinationsschwierigkeiten, Schlafstörungen, Schwäche, Kopfschmerzen, Nervosität, Zittern
Herz und Kreislauf: Hypo- und Hypertension, Tachy- oder Bradykardie, ventrikuläre Herzrhythmusstörungen (jedoch seltener als bei anderen Antidepressiva), Ödeme
Magen-Darm-Trakt: Mundtrockenheit, Übelkeit, Geschmacksstörungen, Brechreiz, Obstipation, Diarrhoe
Blut: Neutropenie
Haut: Hautausschlag
Vereinzelt: Störungen des Blutbildes, Leberveränderungen (in Einzelfällen Lebernekrosen), Delirien, Manien, paranoide Psychosen mit Halluzinationen, tonisch-klonische Krämpfe, malignes neuroleptisches Syndrom, Serotoninsyndrom
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Interaktionen
blutdrucksenkende Medikamente: Wirkungsverstärkung
zentral wirksame Medikamente (Barbiturate, Anästhetika, Alkohol): Wirkungsvertstärkung
Phenytoin, Digitoxin: Plasmaspiegel steigt
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Vorsichtsmaßnahmen
Vorsicht bei Kombination mit MAO-Hemmern
Bei Patienten mit Herzerkrankungen, Epilepsie sowie eingeschränkter Nieren-und Leberfunktion empfehlen sich die üblichen Vorsichtsmaßnahmen.
Das Reaktionsvermögen wird beeinträchtigt.
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Pharmakokinetik
Proteinbindung: 85 - 95%
maximale Plasmakonzentration nach ca. 4 h
Eliminationshalbwertszeit: 9 h
Größtenteils in der Leber metabolisiert - Ausscheidung zu 70% über den Urin
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Allgemeine Beurteilung
Bei depressiven Erkrankungen insbesonders bei Depression in Verbindung mit Schlafstörungen und Angst.
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