- ATC-Code: N06AX05 SARI Antidepressiva / Psychoanaleptika
Trazodon ist ein potenter und selektiver 5HT2-Rezeptor Antagonist und ein moderater Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SARI). Die 5 HT2-Rezeptor Blockade bewirkt eine Verstärkung der antidepressiven Wirkung, führt zu einer Normalisierung des gestörten Schlafes und zur Anxiolyse.
nicht invasiv: oral (Tabletten)
invasiv: Ampullen
- Zur Behandlung von Depressionen unterschiedlicher Ätiologie mit oder ohne Angstkomponente
- Anhaltenden Schlafstörungen bei Depressionen
- Im Rahmen von Depressionen auftretenden erektilen Dysfunktionen ohne schwerwiegende organische Ursachen
- Überempfindlichkeit gegenüber einen Bestandteil des Präparates
- Alkohol- oder Schlafmittelvergiftung
- frischer Herzinfarkt
- Stillperiode
- in der Schwangerschaft (v.a. erstes Trimenon) nur unter strengster Indikation
- über die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen liegen keine ausreichenden klinischen Erfahrungen vor
Häufig: Schläfrigkeit, Müdigkeit insbesonders zu Behandlungsbeginn, Schwindel, Übelkeit.
Selten:
Allgemein: Muskel- und Knochenschmerzen, Priapismus, , Sehstörungen, Augenrötung, verstopfte Nase, Hautausschläge
ZNS: Verwirrtheit, Konzentrationsstörungen, Koordinationsschwierigkeiten, Schlafstörungen, Schwäche, Kopfschmerzen, Nervosität, Zittern
Herz und Kreislauf: Hypo- und Hypertension, Tachy- oder Bradykardie, ventrikuläre Herzrhythmusstörungen (jedoch seltener als bei anderen Antidepressiva), Ödeme
Magen-Darm-Trakt: Mundtrockenheit, Übelkeit, Geschmacksstörungen, Brechreiz, Obstipation, Diarrhoe
Blut: Neutropenie
Haut: Hautausschlag
Vereinzelt: Störungen des Blutbildes, Leberveränderungen (in Einzelfällen Lebernekrosen), Delirien, Manien, paranoide Psychosen mit Halluzinationen, tonisch-klonische Krämpfe, malignes neuroleptisches Syndrom, Serotoninsyndrom
blutdrucksenkende Medikamente: Wirkungsverstärkung
zentral wirksame Medikamente (Barbiturate, Anästhetika, Alkohol): Wirkungsvertstärkung
Phenytoin, Digitoxin: Plasmaspiegel steigt
Vorsicht bei Kombination mit MAO-Hemmern
Bei Patienten mit Herzerkrankungen, Epilepsie sowie eingeschränkter Nieren-und Leberfunktion empfehlen sich die üblichen Vorsichtsmaßnahmen.
Das Reaktionsvermögen wird beeinträchtigt.
Bei depressiven Erkrankungen insbesonders bei Depression in Verbindung mit Schlafstörungen und Angst.