Rheumatherapie, Rheumatherapeutika

Was ist Rheuma – Zur Entstehung und zum Verständnis des Begriffes

Der Begriff Rheuma entwickelte sich aus der griechischen Bezeichnung für einen ziehenden, fließenden Schmerz. Schon bei Hippokrates war dies zunächst eine unscharfe Beschreibung für verschiedenartige Schmerzzustände im Bewegungsapparat. Heute würde eine Definition von Rheuma sich auf alle Schmerzzustände im Bereich des Bewegungsapparates beziehen, die nicht traumatischer oder struktureller Natur, wie etwa bei Metastasen sind.
Schon im 17. JH wurden die ersten Versuche, diese Schmerzen den Knochen, den Gelenken oder den Weichteilen zuzuordnen, unternommen.

Einzelne Krankheiten, wie etwa die Gicht, wurden in der Geschichte der Medizin wiederholt im Detail beschrieben, wobei aber auch hier die Abgrenzung zwischen chronischer Polyarthritis, rheumatischem Fieber oder nach heutiger Diktion degenerativen Gelenkserkrankungen unscharf blieb. Erst zu Beginn des 20. JHs wurden erste Versuche unternommen, etwa die rheumatoide Arthritis von der Osteoarthritis (Arthrose) abzugrenzen.
Diese Abgrenzung hat heute im Hinblick auf die Möglichkeiten der Immunsuppression bei Erkrankungen primär immunologischer (entzündlicher) Genese im Gegensatz zu den rein supportiv-analgetischen Strategien bei Aufbrauchserkrankungen der Gelenke und Knorpel noch immer Gültigkeit.